Satire: Illigaler Datenklau, der GAU wird grösser

// Satire an

Eine Hiobsbotschaft nach der anderen trudelt fast schon täglich auf diversen Ticker zu dem Thema illigaler Datenhandel ein.

Heute ist mal wieder der rosa Riese dran. Da kommt mit der Gesundheitskarte mir ein sehr schaler Geschmack im Mund auf. Nein doch nicht, …halt da ist er.

Heute ein Telekommitarbeiter im ZDF: „Wir schalten den Staatsanwalt ein. So was ist gegen unsere Interessen.“
Soweit so gut, nur kommen die geklauten Daten angeblich von Mitarbeiter der Call Center. Meine Frage ist diese: Was haben Kontodaten bei Call Centern verloren? Wahrscheinlich nach dem Motto: alles oder nichts.

Da poltern auch schon die Stofflieferer für Satiriker auch schon los. Landesbeauftragte für Datenschutz, Die Grünen, ach einfach alle Farben. Alle wollen jetzt ein Gesetz, Verordnung oder etwas noch ganz schwammigeres auf den Weg bringen, damit so ein Datenhandel nicht mehr passiert.

Wie, was? Hab ich jetzt was auf den Ohren? Politikergeschwätz hoch drei. Wie war das noch? Einwohnermeldeämter liefern Daten an die GEZ? Hat was mit Scheinheiligkeit zu tun, oder?

Peter Schaar, seines Zeichen Bundesdateschutzbeauftragter, plädoyiert, das der Datenschutz im Grundgesetz verankert werden soll. Da wiegelt ein „Roter“ namens Edathy diesen Schritt als „rein symbolisch“ ab. Wie? Was? Lese ich zwischen den Zeilen, dass unser Grundgesetz nur noch symbolischen Charakter hat? Ich bin schon lange der Meinung, das für viele unser Grundgesetz nur noch ein Stück Papier ist und sie damit verfahren wie Shrek in ersten Kinoteil. Es auch noch offen zu sagen, lecker.

Dann noch sollen die Unternehmen die Kundendaten nur noch verschlüsselt vorhalten. Das wird nicht funktionieren. Warum? Der Datenklau wurde in diesen Fällen von Personen begangen, welche Zugang zum System hatten. Da hilft auch die beste Verschlüsselung nicht. Vielleicht aber – zufriedene Mitarbeiter?

Zudem bekomme ich das blanke Grausen. Im Postkasten lag heute einen Liebesbrief vom Bundeszentralamt für Steuern. Mir wurde eine „persönliche Idenifikationsnummer“ zugeteilt. Ach, Orwell durch die Hintertür. Aufweichen des Gebots staatlichen Datenerhebungen als Zweckbindung. Aktueller Gesetzesentwurf sieht ein zentrales, bundesweites Melderegister vor, wo auch diese Nummer erfasst werden soll. Da durch handelt es sich um ein Personenkennzeichen, usw.
Ich bin gespannt wann die ersten Internet Pizza Bringdienste bei der Bestellung diese Steuer-ID anfordern, denn sie ist nicht, anders als behauptet auf die gesetzlichen Aufgaben der Finanzbehörden beschränkt. Damit kann sie für beliebige Zwecke genutzt werden, wie von anderen Behörden, Unternehmen und Privatpersonen. Selbst die Übermittlung an ausländische Stellen ist im Gesetz vorgesehen. Ach, ich schweife ab, aber lassen wir mal dann diese Daten im Umlauf kommen…

Wie auch immer ist das Sommerloch gestopft.

quelle: http://www.heise.de/newsticker/Illegaler-Handel-mit-Kundendaten-Der-GAU-wird-immer-noch-groesser–/meldung/114457

// Satire aus

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